Virtuelles MeKIDI-Zwischenstandstreffen

15. Februar 2021

Am 08.02.2021 fand das erste MeKIDI-Zwischenstandstreffen mit allen Konsortialpartnern statt. Ziele der Veranstaltung waren ein Statusbericht aus den 3 Experimentierräumen sowie Berichte zu den Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und aktuellen Projektentwicklungen. Auch das KI-Observatorium, ein Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) im Kontext der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft, war durch eine Mitarbeiterin vertreten.

Nach der Begrüßung durch den Projektleiter Professor Alexander Mädche wurde zunächst das KI-Observatorium vorgestellt. Frau Peterka gab den Projektpartnern einen Überblick über die Arbeit des KI-Observatoriums, die KI-Strategie der Bundesregierung sowie aktuelle Themen und Projekte im Bereich KI im Unternehmen. Anschließend wurden die aktuelle Arbeit des KIT in der wissenschaftlichen Begleitung sowie das Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit der World of VR kurz vorgestellt, bevor die einzelnen Experimentierräume die bisher geleistete Arbeit sowie erste Ergebnisse präsentierten.

Im Experimentierraum 1, KI-basierte Prozessautomatisierung, stellte die Soluvia Energy Services den aktuellen Status Quo der Implementierung von Robotic Process Automation (RPA) im Unternehmen sowie die nächsten Schritte vor. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung hatte das KIT hier bereits Interviews mit mehreren Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen durchgeführt, um die Reaktionen und Wahrnehmungen von Mitarbeitenden auf das Thema KI zu sammeln. Erste Ergebnisse in Form ausgewählter Zitate wurden präsentiert. Diese zeigen bereits, dass RPA in verschiedenen Abteilungen und Rollen durchaus unterschiedlich wahrgenommen wird. Weitere Interviews mit Mitarbeitenden und Sozialpartnern stehen noch aus.

Im Mittelpunkt von Experimentierraum 2 stehen hybride Mensch-KI-Nutzerschnittstellen, die von den Projektpartnern hsag Heidelberger Services AG und den Stadtwerke Bretten anhand von Chatbots gemeinsam untersucht werden. In den ersten beiden Arbeitspaketen fanden hier die Analyse und Konzeption statt. Im Bereich der Analyse wurden zunächst Mitarbeitende bei den Stadtwerken Bretten befragt, mit dem Ziel, die Service-Prozesse und Arbeit der Mitarbeitenden und des Chatbots besser zu verstehen. Gleichzeitig wurden bestehende Chat-Log-Daten aufbereitet und analysiert. Auf Basis dieser Daten soll nun ein Modell für die Erkennung von Handover-Situationen (d.h. Übergabe von Chatbot an einen Mitarbeitenden) entwickelt und evaluiert werden.

Auch die ersten Analysen und Ergebnisse zu KI-basierte Kompetenzassistenten in der Virtual Reality (VR), die in Experimentierraum 3 untersucht werden, wurden von World of VR vorgestellt. Auf Basis des ersten Workshops mit World of VR, der hsag und dem KIT, der im Dezember stattfand, sowie der darin entwickelten Szenarien wurde ein erster Prototyp in einer virtuellen Umgebung gezeigt und das weitere Vorgehen diskutiert.

Anschließend wurden nochmals die im Kickoff beschlossenen Ziele bewertet und auf dieser Basis eine SWOT-Analyse zum Gesamtprojekt mit allen Projektpartnern durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass die fachliche Breite sowie der enge Austausch und kurze Wege innerhalb des Projektkonsortiums als starkes Asset des Projekts wahrgenommen. Herausforderungen wurden besonders in der aktuellen Corona-Pandemie, z.B. durch die fehlenden physischen Treffen innerhalb des Projekts und mit Mitarbeitenden gesehen. Insgesamt war das Fazit zum bisherigen Projektverlauf positiv, und die nächsten Arbeitspakete sind bereits in Planung. Wir freuen uns, dass bereits in der Anfangsphase des Projekts  ein aktiver Austausch stattfindet und sind gespannt auf die weiteren Ergebnisse.